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Hundetraining beginnt im Kopf

Hundetraining beginnt im Kopf

„Sie soll nicht mehr das machen“, „es nervt wenn er jenes tut.“ Wenn wir genau hinsehen, sind dies meist die Formulierungen, wenn es um die Fehlverhalten unserer Hunde geht. Wir konzentrieren uns also auf das, was falsch läuft. Zunächst einmal, das ist ganz normal, denn es ist auch das, was uns auffällt und uns stört. Wir sehen, dass der Hund an der Leine zieht, auf Rufen hin nicht zurückkommt oder jeden anbellt.

 

Warum das so ineffektiv ist.

Der Blick auf das Fehlverhalten unserer Hunde verändert die Beziehung zu ihnen: Wir werden sauer oder sind enttäuscht – teilweise auf den Hund, teilweise auch auf uns selbst, denn hier fällt uns immer wieder auf, dass wir scheitern oder im schlimmsten Fall, machen wir uns Vorwürfe, dass wir unfähig sind. Damit entsteht eine Barriere in unserem Kopf, wir drehen uns im Kreis – und versuchen das Verhalten abzutrainieren. Passiert es dann doch: … wieder enttäuscht. Teilweise unterstellen wir vielleicht sogar irgendwann einmal eine Absicht dahinter „der will mich ärgern“. Der Fokus liegt also auf dem Problem, das kann auch nur schlechte Gefühle und eine negative Einstellung hervorrufen. Und wie im Text „Wenn die Gefühle im Weg sind“ beschrieben, erkennen unsere Hunde unsere Stimmungen und unsere Gefühle sehr genau.

 

Was also tun?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich naheliegend und banal: wir sollten umdenken! Weg vom Fehlverhalten, hin zum Zielverhalten. Was soll der Hund anstelle des Verhaltens zeigen? Wenn wir also umformulieren, sagen wir nicht mehr: „Der Hund zieht immer an der Leine“, sondern „Der Hund soll an entspannter Leine neben mir laufen.“ … Und jetzt ist das so viel anders? Ja! Das ist es! Denn es verlagert die Aufgabe. Im ersten Fall war die Aufgabe des Hundes: er soll einfach nicht mehr ziehen. Das ist eigentlich eine ziemlich abstrakte Aufgabe und weder für uns Menschen noch für den Hund einfach zu verstehen und umzusetzen.

 

Training im Kopf

Wenn wir es anders ausdrücken: „er soll an entspannter Leine laufen“ haben wir etwas, was wir ihm beibringen können – und nicht nur das, wir haben auch ein Bild vor Augen, wie es aussehen soll. Das bedeutet, wir ersetzen eine (schlechte) Handlung, durch eine Gute und benennen damit ein Zielverhalten. Gehen wir gedanklich die Fehlverhalten der Hunde durch und übersetzen sie in Zielverhalten, haben wir einen Trainingsplan und damit eine klare Aufgabe für den Menschen.

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